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Was sollte man über PV Module wissen, bevor man sich für den Kauf von PV-Paneelen entscheidet. Die sich ständig weiterentwickelnde Welt der Photovoltaik ist oft schwer zu verstehen, insbesondere wenn man mit Fachbegriffen überflutet wird.

Peakleistung und Wirkungsgrad

Beginnen wir mit den beiden wichtigsten Unterscheidungsmerkmalen von PV-Modulen: der Peakleistung und dem Wirkungsgrad. Die Peakleistung gibt an, wie viel Strom ein Modul unter optimalen Bedingungen erzeugen kann. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die tatsächliche Leistung je nach Einstrahlung, Modultemperatur und anderen Faktoren schwanken kann. Der Wirkungsgrad hingegen zeigt, wie effizient das Modul Sonnenlicht in Strom umwandeln kann. Hierbei ist anzumerken, dass der Wirkungsgrad der einzelnen Zelle weniger wichtig ist als die Gesamtleistung des Moduls.

Fachbegriffe und ihre Bedeutung

Bei der Suche nach PV-Modulen stoßen wir auf zahlreiche Fachbegriffe wie Multi Busbar, Full Black, TOPCon, Heterojunction (HJT), Glas-Glas-Module und viele mehr. Es ist wichtig, diese Begriffe zu verstehen, um die richtige Wahl zu treffen. Beispielsweise bezieht sich der Begriff „Full Black“ auf Module mit einer dunklen Optik, während „TOPCon“ auf verschiedene Dotierungsarten der Solarzellen hinweisen.

Optische und elektrische Aspekte

Die Optik eines Moduls kann durch Begriffe wie „Full Black“ und „Black Frame“ beeinflusst werden. Hierbei handelt es sich um Designmerkmale, die jedoch keinen signifikanten Einfluss auf die Leistung haben. Auch die elektrischen Parameter wie Zellanzahl, Modulspannung und -strom spielen eine Rolle bei der Auswahl. Je nach Einsatzort und Anwendungszweck müssen diese Faktoren berücksichtigt werden.

Praktische Tipps und Garantiezeiten

Praktische Tipps für die Modulauswahl beziehen sich auf die richtige Größe und Ausrichtung der Module, abhängig von der Montageart. Zudem sollte man die Garantiezeiten im Blick behalten. Hersteller bieten oft Leistungs- und Produktgarantien an, die jedoch in der Praxis komplexer sind als sie erscheinen. Lange Garantiezeiten sind zwar positiv, doch sollte man sich bewusst sein, dass deren tatsächliche Durchsetzbarkeit im Fall der Fälle oft schwierig ist.

Fazit

Die Auswahl von PV-Modulen erfordert eine ausgewogene Entscheidung. Markenmodule sind in der Regel eine sichere Wahl, und die Wahl zwischen verschiedenen Technologien hängt von individuellen Vorlieben und Anforderungen ab. Die Zukunft der Photovoltaik sieht vielversprechend aus, und während neue Technologien wie HJT Potenzial haben, sollte man sich das Preis/Leistungs-Verhältnis der neuen Technologie genau ansehen.

Einige wichtige Begriffe, die im Blogbeitrag genannt werden:

– Multi Busbars

Die Multi-Busbar-Technologie verbessert die Leistung und Effizienz von Photovoltaikmodulen. Busbars sind Stromschienen auf Solarzellen, die den erzeugten Gleichstrom aufnehmen und zu den Sammelschienen führen. Ursprünglich hatten Solarzellen nur zwei Busbars, heute spricht man bei Modulen mit mehreren Busbars von Multi-Busbar-Technologie. Die Anzahl der Busbars kann variieren. Die Vorteile sind vielfältig: Verringerte Busbar-Abstände reduzieren Innenwiderstandsverluste und Mikroriss-Risiken. Rundliche Drähte streuen einfallendes Licht, wodurch die Lichtaufnahme verbessert wird. Jedoch steigen mit mehr Busbars Herstellungsaufwand und Kosten, daher wird die optimale Anzahl noch diskutiert.

– TOPCon

Die TOPCon-Technologie (Tunnel-Oxid-Passivierungskontakt-Technologie) ist eine Weiterentwicklung der PERC-Technologie für Solarzellen. 3 Heterojunction

– Heterojunction-Technologie (HJT)

Die Heterojunction-Technologie (HJT) ist eine hoch effiziente Photovoltaiktechnologie, bei der ein Übergang zwischen zwei unterschiedlichen Halbleitern stattfindet. Sie kombiniert die Vorteile von Dickschicht- und Dünnschicht-Solarmodulen, indem ein monokristalliner Siliziumwafer von dünnen amorphen Siliziumschichten umgeben wird. HJT-Zellen erreichen dank der hohen Lichtausbeute und Passivierungseigenschaften des amorphen Siliziums Wirkungsgrade von über 24% und weisen einen geringeren Temperaturkoeffizienten als herkömmliche Siliziumsolarzellen auf.